KTM TnT-Cup 2012, Rijeka


Diesmal keinen langweiligen Bericht, den eh keiner liest, sondern einfach sowas wie eine Bildergeschichte. Heuer fahre ich ja nicht mehr den TnT-Cup, aber durch meinen dritten Platz in der Gesamtwertung 2011 ich habe einen Gutschein gewonnen, der genau für zwei Veranstaltungen reichte. Slovakiaring und eben Rijeka. Slovakia war ja nicht gerade berauschend, aber auf Rijeka hab ich mich schon sehr gefreut. Auch Wolfi und Benny waren da mit von der Partie, und ein paar Fotos davon hab mal hier unten reingestellt. Video folgt noch.

Bildergeschichte aus Rijeka


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Schatzi, die Herrin im kapper.net-Racing-Team beim Inspetkionsrundgang in der zu beziehenden Box. Wolfi '#13: "ich ziehe schneller, als ich stürze" :-) Hier ein Blick auf die Nachbarsbox, von einem Motorradhändler, der seine Stammkunden zu einer Rennstreckenveranstaltung eingeladen hat. Sowas hätt ich mir von meinen Händler auch mal gewünscht. Lustigerweise waren das alles bis auf eine keine KTMs, die da bei einer KTM-Veranstaltung mitgemacht haben.

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Kroatische Mieze. Davon sieht man dort echt viele. Die sind sehr nett anzusehen, etwas scheu aber mit ein wenig Überredungskunst bekommt man sie dann doch vor die Linse. Ein Blick über die Boxenmauer. Hier in Rijeka (bzw. Grobnik) ist alles ein wenig anders, als auf den übrigen Rennstrecken Europas. Macht auch den besonderen Flair dieser Rennstrecke aus. Nein, das ist nicht der Andreas-Graben, das ist tatsächlich der Streckenbelag. Dass hier keine Minibike-Rennen durchgeführt werden, liegt wohl auf der Hand, oder? So ein Minibike könnte da durchaus drinnen stecken bleiben, und auch 125er sollten aufpassen und keine allzu schmalen Reifen aufziehen. Beim Fahren spürt man es aber kaum.

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Kati auf unserem Luxusbett, im Hintergrund Wolfis Luxus-Kanten auf Eigenbau-Zentralständer. Diesmal haben wir in der Box übernachtet, nachdem die gesamte Nachbarbox (es sind ja ungetrennte Doppelboxen) sich ins Hotel begeben hat. Benny '#75 nächtigte im Bus, diesmal hatte er den Wohnwagen nicht mit, was bei der weiten Anreise auch eigentlich gscheiter und in Summe bequemer ist. Wolfi leistete uns mit seinem Klappbett in der Box Gesellschaft. Abends, bei einem gepflegten Bierchen, Benny und im Hintergrund seine neu bereifte Mopedseiten.com-RC8-R. Dieses Bild muss ich wohl nicht kommentieren. :-)

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Obwohl wir relativ spät schlafen gingen (der Veranstalter sorgte mit ein paar Teilnehmern auch dafür, dass wir ja nicht zu zeitig einschlafen konnten), war unsere Box wie immer eine der ersten, die das Tor zur Sonne geöffnet hatte. Startampel des Autodrom Grobnik. Manchmal kommt es einem vor, als wäre dort vor ca. 30 Jahren die Zeit stehen geblieben, besonders gut erkennt man es im Hintergrund. Einfach faszinierend. Ein Stück Geschichte in Gummi. Nein, das ist nicht mein Reifen, der stammt von Wolfis Russengespann. Wahrscheinlich hat er im Transporter vom Bodensee bis nach Grobnik mehr Kilometer zurückgelegt, als aufgezogen auf der Felge. Wolfi wollte ihn in Richtung Heimat bringen, wo er dann in Ruhe vor sich hin verrotten wird. Oder er wird runderneuert wieder auf einer 125er das Licht der Welt erblicken. Oder so.

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Noch ist alles still, war eine harte Nacht. Wie auch immer, man kann sagen was man will, aber das Design der Trucks ist echt lässig. Wolfi gehts an, raus auf die Strecke. Im Vergleich zum Slovakiaring sind die Monitore zwar mickrig, aber immerhin vorhanden. Unserer wollte irgendwie nicht so, wie wir wollten, aber wir habens dann doch so halbwegs in den Griff bekommen.

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Doppel-R beim Reifenwechseln. Mit Bennys Reifenwechseldingsbums geht das ganz gut. Ist zwar anstrengender als zum Reifendienst zu wandern und es machen zu lassen, aber wenn man eh Zeit hat kann man es doch gleich selbst machen. Und es stärkt die Bindung zum Gummi und dem Motorrad. Und manchmal dient es auch der Unterhaltung der Boxenkollegen. Wolfi "Django" Seifried im Gespräch mit seiner lieben Ida. Links von ihm meine Triple-6 Suzuki-Schlampe, mit frisch montierter GoPro. Auch zu erkennen der riesige Aufkleber des Veranstalters. Das dürfte momentan in Mode sein, dass die Gruppenaufkleber immer grösser werden, was bei dem Trend, dass die Verkleidungen immer kleinere Flächen haben, irgendwie echt blöd ist. Da machen sich viele die Arbeit, und designen und lackieren ihr Motorrad ganz besonders, und dann muss man sich solche Geschwüre dran kleben. Meine schwächliche 750er inmitten der S1000RRaketen am Weg zur Startaufstellung. Die grossen Klassen sind ja leider mittlerweile wirklich schon ein BMW-Cup geworden. Und diese blöde bis600 und über600-Aufteilung wäre auch schön langsam zu überdenken. Bis 750 und über 750 wäre doch wohl etwas fairer und logischer, würd ich meinen.

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DAS ist auch einer der Gründe, warum man lieber nach Rijeka als nach Ostffyasszonyfa fährt, das Essen. Der Vergleich Mario (Pannoniaring) gegen Rijeka ist wie Virago 535 versus 1198R. Auch Kati hat ihre Freude am wirklich guten Essen dort, ich wie immer meine Tintenfischchen vom Rost in Olivenöl und Knoblauch. *sabber* Mann, da krieg ich gleich wieder Hunger. Eigentlich hab ich mir ja vorgenommen, nichtmehr nach Rijeka zu fahren, aber wenn ich mir die Bilder so ansehe, dann kommen mir Zweifel, ob ich das durchstehe. Noch eine der zahlreichen Miezen, die da herumstreunen.

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Diese Kleine schaut aus, als wär sie selbst noch ein Baby, ist aber dann doch die Mami von ein paar der herumstreunenden und maunzenden Katzenkinder. Auch Klaus 989 geniesst das wunderbare Essen und ein gepflegtes, kühles Blondes. Das gehört einfach dazu. *prooost* Im Hintergrund gut zu erkennen, der Koch. Ein feiner Kerl. Am Tisch als Unterlage bekommen alle einen Streckenplan, nicht bloss die, die den Eindruck erwecken, als würden sie sich den Kurs nicht merken können.

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Wolfi erzählt. :-) Die "Haupttribünen". Habe ich schon geschrieben, dass Rijeka ein besonderes Flair umgibt? Ja? Gut, dann muss ich es nicht noch extra betonen. Ich glaube, die stehen echt nurmehr deshalb, weil der Rost die Klemmen an den Stangen hält. Abends dann plötzlich viel Verkehr in der Luft. Nein, keine Mücken, sondern so Ultraleicht-Dinger, dürfte wirklich Spass machen. Benny war ganz verzückt und bekam glänzende Augen. Mir würd das sicher auch taugen, wenn ich nicht höher als ca. 5 Meter fliegen müsste. Lustig is das aber sicher.

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Benny, Ronny und Wolfi beim abendlichen Debriefing. Nein, das ist keine Ruine, das ist die Boxenmauer. :-) Fasziniert mich immer wieder. Die puffähnliche Reklame an der Boxenanlage. Ob es diese Banka überhaupt noch gibt? Jedenfalls würde mich auch interessieren, ob die vor rund einem Jahrzehnt begonnenen Bauarbeiten oberhalb der Boxen irgendwann abgeschlossen werden. Wolfi und eine kroatische Mieze. Er versucht sie mit seiner Wurst zu locken, was ihm auch gelang. Rechts im Bild sieht man Wolfis Dornfelder im Tetrapack.

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Meine kleine Suzi-Schlampe. Heuer durfte ich ja mit meiner K9 das erste Mal nach Rijeka, nachdem ich voriges Jahr mit starken Schmerzen in der Schulter und der K1 nicht so wirklich mit meinen Zeiten zufrieden war, hab ich mir dann doch eine deutliche Steigerung erhofft. Eh klar, eigentlich, dass ich dann wieder mit Schmerzen zu kämpfen hatte. Eh klar, dass das auf einer Rennstrecke passiert, auf die man sich das ganze Jahr über freut und wo man wirklich nicht mal so eben hinfahren kann. Was solls, das Beste draus machen. Andi '#56 Kropatschek, heuer mit seiner neuen, geilen Ducati 848 statt der Superduke R unterwegs. Freut mich immer wieder, diesen netten Kerl zu treffen. Wolfi das Strohhutmodel an der Boxenmauer. Wie man sieht, hatten wir wunderbares Sommerwetter, Wolfis Hut war also absolut die richtige Wahl.

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Tja, wie ich schon bezüglich der Rundenzeitenverbesserung geschrieben hab, ich hatte mir etwas mehr erwartet. Wie halt so mit den Erwartungen ist... egal. In der Opatija *fatz* Vorderrad weg, einfach so. Ansatzlos. Wollte eine etwas weitere Linie testen, leider ging es schief. In den kroatischen Grip hatte ich immer blind Vertrauen, leider wurde ich eines Besseren belehrt und muss jetzt mit dieser Erfahrung und miesen Rundenzeiten in Rijeka leben. fu*k! Sieht auf den ersten Blick garnicht mal so schlimm aus, aber natürlich ist der Kupplungsdeckel durch, daher Ölverlust und der blöde Lenkerstummel ist ab. Auch der Sturzpad ist abgerissen, das Ding montiere ich auch nimmer neu, jetzt hab ich einen fetten Kratzer im Rahmen, das kann nicht gesund sein. Ohne diesen Stoppel wär der Schaden mit Sicherheit nicht höher gewesen. Tja, und für die Saison werde ich eventuell auf andere Lenkerstummel umsteigen, wo ich dann die Lenkerstangen extra tauschen und als Ersatzteil mitnehmen kann. Die Originalstummel kosten ein mittleres Vermögen. Roter Sand. Viel roter Sand und Staub überall in der GSX-R. Hier sieht man meine verzweifelten Versuche, den Grossteil davon aus der Suzuki zu bekommen.

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Benny mit seiner schwarzen RC8-R in der ersten Startreihe. Da relativ wenig Starter waren, wurde Open1200 und die Twin1200 gemeinsam gestartet. Ich durfte bei diesem Rennen leider nur zusehen, wir erinnern uns, Vorderrad weg und so. Start der PS-Monster und wie man sieht, ist auch hier Rijeka etwas anders. Dort kann man noch an der (niedrigen) Boxenmauer stehen und hautnah den Start ansehen. Sicherheit und Blafasel hin und her, es ist einfach geiler, wenn man nahezu direkt dran steht und quasi hört, wie die Fahrer kurz vor dem Start die Luft anhalten. Dann, wenn der Gashahn gespannt wird, kommt auch die Gänsehaut. Das ist einfach anders als auf einer Tribüne oder dem Dach der Boxenanlage. Witzig anzusehen, wie es die Tausender dauernd aufs Hinterrad reisst, rauf-runter-rauf-runter, Elektronik und Megapower sei Dank. War im Endeffekt ein spannendes Rennen, auch wenn ich gerne da mitgefahren wäre. Hätte zwar etwas weiter hinten mitkämpfen müssen, aber naja, so musste ich halt zusehen.

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Benny hatte dann endlich seinen ersten 1.Platz errungen, den er sich auch redlich verdient hat. Wie gesagt, ein spannendes Rennen, das ich von der rostigen Tribüne aus verfolgt hab. *clapclapclap* Nochmals.


Verwackeltes Video von zwei langsamen Runden in Rijeka, leider mit blödem Finish:
Kein Video, dann klick --> hier.




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